Wehr, Schweden Hautnah

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Eine Familie wandert aus
Von Katrin Wehr

180 Seiten  Kartoniert. 21 cm.

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Die vierköpfige Familie wandert nach Schweden aus, um dort, jenseits der Enge Deutschlands, ihren schon länger gehegten Traum von einem anderen Leben Realität werden zu lassen. Der Heimat, den Freunden, der Familie und der finanziellen Sicherheit kehren sie den Rücken. Mit fast vierzig Jahren wollen Katrin und Markus mit ihren beiden Söhnen von vorne beginnen und ein Tourismusgeschäft mit Naturstammhäusern auf einem riesigen Areal aufbauen. Doch ein Nachbar durchkreuzt ihre Pläne. Alles deutet zunächst auf ein Aus hin; die Träume drohen zu platzen. Kaum ist die erste Ohnmacht überwunden, beginnen sie ihr neues Leben zum zweiten Mal. Begleitet von kleinen und größeren Katastrophen dürfen sie auch erfahren, wie das andere Schulsystem ihren Kindern guttut, erleben schwedische Kultur und die Menschen, die ihnen imponieren. Zeitweise hausen sie im Wohnanhänger unter tropischen Bedingungen und nachdem endlich ein neuer Wohnplatz gefunden ist geht s erst richtig los mit den Alltagsschwierigkeiten. Sie werden sowohl positiv als auch negativ mit schwedischer Mentalität konfrontiert und erfahren, wie Kleinigkeiten des Alltags zu Herausforderungen werden. Bauen funktioniert hier anders, mangelnde Sprachkenntnisse machen alles nur schwieriger.
Konflikte und Auseinandersetzungen mit der Familie, lehrreiche Gespräche in der Schule, ein teures Zusammentreffen mit der Polizei, frustrierende Grundstückssuche, ein durchgeknalltes Schaf, ein Geburtstag auf Schwedisch, das Mittsommerfest, Weihnachtsmarkt mit Katastrophenende, Lucia im Dunkeln, Härten beim Hausbau, einsame Weihnachten ... episodenreich wird das erste Jahr einer ungewöhnlichen Auswanderung erzählt. Auf und Ab bestimmen das Geschehen. Dabei geht es immer wieder um typisch Schwedisches, Historisches, Gesellschaftliches und Hintergründe zum Land, aber vor allem um die Frage: Was bedeutet es wirklich, auszuwandern? Was lässt man zurück und was gewinnt man?
Amüsant, episodenreich, nachdenklich , informativ.

Inhalt:
Aufbruch, Ankunft, Erste Begegnungen
Endlich weg hier!
Fahrt in ein neues Leben
Ankunft und Abschied
Den Kopf voller Pläne - Hallo Behörde!
Kuschelschule?
Oh dieses Schwedisch ... wie geht Schule hier?
Am Ort der Fantasien
Wir richten uns ein und erster Streit droht
Motorsäge für die Frau
Vermisst wird: Jonas
Walpurgisnacht und wir im Paradies
Arbeit definiert sich neu
Kleines Unheil mit größerer Wirkung
Skandinavische Felsbrocken im Weg und der Kampf durch Widrigkeiten
Stich ins Mark?
Mutter kommt
Ausflug in die Wildnis
Shoppingtour mit Trostpreis
Behördenkram, der die Laune verdirbt
Die Vergangenheit klebt
Schulabschluss auf Schwedisch
Wo bleibt der Bagger?
Welch ein Tag!
Alles auf Null!
Wie weiter?
Wer will was und wohin?
Aua, Polizei, doch das Leben geht weiter!
Wohin geht der neue Weg? Suche Zuhause!
Mittsommer
Obdachlos
Attacke
Diese Holländer!
Lebensplanung im tropischen Norden
Geschäftlichkeiten
Versagt? ... und der Draht zur Heimat
Licht am Horizont
Besichtigung auf Irrwegen
Der Ankunft nahe? Begegnung besonderer Art.
Neuanfang
Umzug, Biber und Ole, der Dreiste
Gibt's Probleme? Aber Freunde!
Mit Bagger und Waltraud zum Ziel
Angekommen im Dreck
Eklige Überraschungen
Der Ernst des Lebens beginnt, und wie!
Die Post ist da und mehr Besuch
Lasse, die Mentalitäten und ein tierischer Gast
Geburtstag auf schwedische Art
Kies, Zement und Schwiegereltern
Wie wird man Handwerker? Und der Hochzeitstag.
Im Novembergrau ohne Klo und Geschäftssinn auf Värmländisch
Das bisschen Schwedisch ist doch kein Problem!
Havarie!
Unternehmen Weihnachtsmarkt mit dramatischen Ausgang
Schule nach meinem Geschmack
Land der Mangelware? Oder baden Schweden nicht?
Lucia in der Dunkelheit
Weihnachtsblues
Als Gast in die Heimat
Und heute?
Nachwort

Leseprobe:
Licht am Horizont
Fast zwei Wochen wohnen wir jetzt auf dem Campingplatz bei ziemlich miserabler Stimmung. Eigentlich haben wir frei, müssen nicht arbeiten, dennoch habe ich weder Lust auf Spiel und Spaß mit den Kindern, noch Antrieb, weitere Häuser anzuschauen. Ich fühle mich, wie in einer engen Gasse angekommen. Jetzt würde ich gerne eine große Entscheidung treffen, um dem Elend und dem gefühlten weiteren Scheitern ein Ende zu setzen, aber ich habe keine Idee, welche Entscheidung das sein könnte. Die Dauerhitze scheint mein Gehirn aufzuweichen, die Fantasie zu zerstören und klare Gedanken nicht mehr zuzulassen. Eigentlich sollte sich auch weiterhin um den Transport des Baggers gekümmert werden, der nach wie vor auf dem Hof des Verkäufers in Deutschland steht, und bezahlt ist. Aber wo wollen wir dieses Gerät hier unterbringen? Dass der nette Holländer uns auch noch dafür einen Parkplatz zur Verfügung stellt, kann ich mir nicht vorstellen. Schon alleine die Frage danach wäre zu peinlich. Wir würden uns weiterhin lächerlich machen und in Erklärungsnöte geraten. Ich könnte schon seine Gedanken lesen: Jetzt haben die auch noch einen Bagger gekauft, den sie gar nicht mehr brauchen, wie blöd kann man noch sein?
Ich fühle mich elend, reiße mich dennoch zusammen, indem ich versuche, diesen Campingplatztag wenigstens für die Kinder als Urlaubs- oder Ferientag zu gestalten. Wir gehen am Fluss baden. Das Wasser ist zwar deutlich kälter als im Lakenesjön, aber das stört die Kinder nicht. Während wir uns ans Ufer des Klarälven begeben, sitzt Markus unermüdlich vorm Laptop und sucht Grundstücke. Er gibt nicht auf. Wenigstens die Kinder sind fröhlich und unbeschwert. Sie scheinen von unseren Ängsten und Sorgen nichts zu ahnen. Gut so.


Katrin Wehr, Jahrgang 1971, aufgewachsen in Heiligenstadt, Eichsfeld (Thüringen). Es folgte eine Ausbildung zur Facharbeiterin für Schreibtechnik, dann eine Weiterbildung zur Finanzkauffrau, später eine beamtete Tätigkeit in der Finanzamtverwaltung. Nebenbei wurde das Abitur in der Abendschule nachgeholt. Bis zur Eheschließung und der Geburt des ersten Sohnes folgte eine Anstellung in einer Rechtsanwaltskanzlei, dann eine zweijährige Tätigkeit bei einem Verlag und später die Gründung eines Buchführungsbüro und Lohnsteuerhilfevereins. Nach der Geburt des zweiten Sohns Nicolas 2002 wurden langsam Auswanderungspläne geschmiedet. Erste Auswanderungsträume zielten nach Kanada, die aber nach zwei Besuchen dort verworfen wurden. Das Auswandern blieb dennoch im Kopf. Später dann Kauf eines Ferienhauses in Schweden Kennen- und Liebenlernen des Landes, gefolgt vom Umzug nach Schweden.

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Weitere Produktinformationen

Ausgabejahr: 2014
Info: Artikel zurzeit leider nicht lieferbar!
EAN: 9783860402047
Produkt-Kategorie: Medien > Bücher > Sachliteratur > Reiseliteratur
Stichworte: Auswandern, Auswanderung nach Schweden, Schweden, Erlebnisbericht

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